PERSPEKTIVE Mai - Juni 2023

Jesus Christus –

Haben wir auch seine Seele „gekreuzigt“?

Heftige Schmerzen schossen durch den Körper des Herrn Jesus, als die Nägel seine Hände und Füße durchbohrten. Grobe Hände der Kriegsknechte erledigten eiskalt ihren Job.

Böse Zungen, die Worte und die Gesten der Hohen Priester, der Schriftgelehrten und der vielen weiteren Menschen „kreuzigten“ auf subtil-zynische Weise die Seele Jesu. Seelische Schmerzen können einen Menschen förmlich zugrunde richten.

Die Seele ist auch der „Ort“ der Empfindungen wie „Betrübnis“ (Mt 26,38) oder „Furcht“ (Apg 2,43). Ja, eine Seele kann „weinen“ (Ps 119,28; ElbCSV), und wir können sogar von der „Seele Gottes“ sprechen (Jes 1,14; 42,1).

Wie viel Spott hat Jesus ertragen! Diese spitzen „Nägel“ trafen nicht den Körper, sondern das Herz unseres HERRN. Wozu sind wir Menschen nur fähig?

Lästerungen

Der Spott der Menschen konnte nicht giftiger sein. Mit gottloser Respektlosigkeit verlästerten, beleidigten und attackierten sie den Sohn Gottes wie mit giftigen Pfeilen. Beißender, bitterer, verletzender und frecher Hohn traf den Herrn Jesus.

  • „Alle, die mich sehen, spotten über mich.“ (Ps 22,8)
  • „Wie Mord in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger.“ (Ps 42,11)
  • „Sie reißen ihr Maul gegen mich auf.“ (Ps 35, 21)
  • Sie „schüttelten ihre Köpfe.“ (Mt 27,39) – ein Zeichen der Verachtung

Sogar die Hohen Priester und Schriftgelehrten verspotteten mit „teuflischer“ Freude den, der sie und das ganze Volk erretten wollte. Nein, unser HERR stieg nicht vom Kreuz herab. Nicht die Nägel, sondern seine Liebe und sein konsequenter Wille und Gehorsam hielten ihn fest.

Gaffen ohne Mitleid

„Das Volk stand und sah zu.“ (Lk 23,35)

Neugierig starrten die vielen Menschen auf das Kreuz. Sensationslustig.

Ist es typisch für die „Masse“, unbeteiligt und ohne Widerstand mitschuldig zu werden, weil sie sich manipuliert mitreißen lässt, bis sie alle „kreuzige ihn, kreuzige ihn!“ schreien?

Still wie ein Lamm hört sich unser HERR die Lügen der falschen Zeugen und die spöttischen Fragen von Herodes an. Der gewiefte Opportunist Pilatus, der nur an sich selbst dachte, fällt das Todesurteil. Ohne Grund.

Total entwürdigt

„Und sie verteilen seine Kleider.“ (Mk 15,24)

Die Verhüllung des Herrn Jesus auf Kruzifixen ist gut gemeint, aber das war nicht die Realität. Die Verurteilten wurden nackt gekreuzigt. Sündige Menschen verweigerten dem heiligen Gottessohn den letzten Respekt und entwürdigten ihn.

Und wir?

Interessieren wir uns für das, was Jesus, unser Erlöser, in seiner Seele erlebte? Weil wir ihn lieben? Oder lässt uns das unberührt? Petrus war Zeuge der Seelenangst unseres HERRN (1Petr 5,1). Das hat sein Leben geprägt. Wie weit sind wir innerlich verändert, um z. B. dem einzigen Wunsch unseres HERRN (für sich) an die Gemeinde gerecht zu werden? „Dies tut zu meinem Gedächtnis“? Dafür brauchen wir von Jesus erfüllte Herzen, Menschen, die erkannt haben: Dieser ist das Lamm, der Erlöser und Heiland der Welt! Ihn beten wir an!

 

Dieter Ziegeler

Titelbild

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Orientierung

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Maßstab

Die PERSPEKTIVE stellt sich der Bibel und wichtigen Fragen unserer Zeit – denn alles, was wir über und von Gott wissen können, zeigt er uns in seinem Wort.

Ermutigung

Die PERSPEKTIVE ermutigt, Jesus Christus zu vertrauen und Zweifel zu überwinden – denn Glaube lebt aus einer aktiven Gottesbeziehung.

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