2. Juli 2020

Abtreibung - was ist da eigentlich im Gange?

Corona ist zurzeit das beherrschende Thema weltweit. Doch das bedeutet nicht, dass gesellschaftliche Themen wie z.B. „Abtreibung“ oder „Gender“ auf Eis liegen. Im Gegenteil. Man kann den Eindruck haben, dass gerade im Schatten von „Corona“ Abtreibungsbefürworter besonders aktiv sind. Dass Ungeborene abgetrieben werden, daran haben wir uns (leider) gewöhnt. Doch machen wir uns die Tragik deutlich:

Die Vereinten Nationen schätzen, dass 25% aller Schwangerschaften durch eine Abtreibung beendet werden -- zwischen 40 und 50 Millionen weltweit – jährlich. Die Todesrate durch das Corona-Virus verblasst angesichts dieser schrecklich hohen Zahl von Abtreibungen.

Reproduktive Rechte stärken?
2019: Bereits am 19.11.2019 gab es im Deutschen Bundestag einen Antrag: „Die Koalitionsfraktionen möchten die sexuellen und reproduktiven Rechte weltweit stärken und fordern die Bundesregierung daher auf, das Thema als eigenständigen Schwerpunkt der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit zu setzen und in einschlägigen Strategien und Konzepten zu verankern. ´Alle Menschen sollen frei von Diskriminierung, Zwang und Gewalt eigenverantwortlich darüber entscheiden können, ob, wann und wie viele Schwangerschaften sie herbeiführen möchten´, schreiben Union und SPD in einem Antrag“. www.bundestag.de/presse/hib/667136-667136

Reproduktive Rechte? Reproduktive Gesundheit?
Dieser Ausdruck verschleiert, dass es dabei auch um Abtreibung geht.
In Deutschland geht die Diskussion um die Abschaffung des § 218 weiter.
Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag und ehemalige Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, forderte die Abschaffung in einem Interview mit der „taz“ bereits am 4. August 2019:
https://taz.de/Interview-mit-Katrin-Goering-Eckardt/!5610757/

Göring-Eckardt erklärte damals:
„Eine Abschaffung des Paragrafen 218 wäre ein frauenpolitischer Meilenstein, den wir niemals aus den Augen verlieren dürfen.“

Auch erklärte Göring-Eckardt Abtreibung zu einem „Grundrecht“:
„Man kann den Schutz des Embryos nicht über die Grundrechte der Frau stellen.“

2020: Bundestag: Am 28.Mai 2020 wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD folgender Antrag angenommenen (die Abgeordneten der anderen im Bundestag vertretenen Parteien haben sich enthalten, bzw. gegen den Antrag gestimmt):

“Der Deutsche Bundestag begrüßt… … das finanzielle und politische Engagement der Bundesregierung für die Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte weltweit als einer der fünf größten Geber durch die Förderung der Global Financing Facility (GFF), die Aufstockung der finanziellen Beiträge für den Bevölkerungsfond der Vereinten Nationalen (UNFPA), die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit und die aktive Unterstützung der She Decides Bewegung" (Drucksache 19/19491 - II.9.).


2020: Im neuen Grundsatzprogramm der „Grünen“ (Entwurf) heißt es (Punkt 195):
Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben muss für Frauen und Mädchen uneingeschränkt gelten. Dieses Recht zu realisieren ist Teil einer guten Gesundheitsversorgung. Schwangerschaftsabbrüche haben nichts im Strafgesetzbuch verloren. Intergeschlechtliche- und transsexuelle Menschen haben ausschließlich selbst das Recht, ihr Geschlecht zu definieren. (195)

https://cms.gruene.de/uploads/documents/202006_B90Gruene_Grundsatzprogramm_Entwurf.pdf

Die “Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte” ist eine nebulöse Formulierung, hinter dem die Förderer der Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung gerne ihre wirklichen Absichten verbergen.
In der Corona-Krise haben Pro-Abtreibungs-Gruppen auf der ganzen Welt gefordert, dass Abtreibungsanbieter als systemrelevant eingestuft werden, und Privilegien erhalten, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, Abtreibungsmedikamente per Post versenden dürfen, und hunderte Millionen Euros an Unterstützung von den Regierungen erhalten.

Nur ein Zellklumpen?
Abtreibungsbefürworter bezeichnen einen ungeborenen Menschen auch als „Zellklumpen“. Das kann nicht anders, als menschenverachtend bezeichnet werden.
Das Wort Zellklumpen hat eindeutig die Absicht, einen Menschen zu entmenschlichen, ihn zu einem puren Objekt zu machen, das man einfach wegwerfen kann.
Kämpfen wir weiter für das Recht auf Leben, für die Ungeborenen. Jedes Leben zählt!
Zusammengestellt: Dieter Ziegeler

 

Orientierung

Die PERSPEKTIVE analysiert aktuelle Entwicklungen – denn wir brauchen Orientierung, wenn selbst Fakten fragwürdig werden.

Maßstab

Die PERSPEKTIVE stellt sich der Bibel und wichtigen Fragen unserer Zeit – denn alles, was wir über und von Gott wissen können, zeigt er uns in seinem Wort.

Ermutigung

Die PERSPEKTIVE ermutigt, Jesus Christus zu vertrauen und Zweifel zu überwinden – denn Glaube lebt aus einer aktiven Gottesbeziehung.

Schreiben Sie uns...

Bitte geben Sie Ihre Anrede an!
Bitte geben Sie Ihren Vornamen an!
Bitte geben Sie Ihren Nachname an!
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein
Ungültige Eingabe
Bitte geben Sie einen Ihre Nachricht ein.
Um dieses Formular absenden zu können, akzeptieren Sie die Cookies von Google ReCaptcha in den Cookie-Optionen.